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Sammlungen Iwalewahaus
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Suchauftrag: Suchwort: Ndabananiye, Christophe
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Bestand:
Systematik (Haupt):
Referenznr.:
Ausstellungen:
Institution:
Iwalewa-Haus, Universität Bayreuth
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Inhalt:
In seinen neuen Arbeiten beschäftigt sich der deutsch-ruandische Künstler Christophe Ndabananiye mit dem Metathema der Spuren.
Indem er in den Serien Strecken″, Selbstportraits″ und „ Joella″ nacheinander mehrere Lack- und Ölfarbschichten auf Holz aufträgt, bevor die ersten noch gänzlich aushärten können, verlangsamt er den Trocknungsprozess. Das Resultat ist eine wellige Oberfläche ähnlich der alternden Haut des Menschen. Die Arbeit lebt″ und verändert sich im Laufe der Zeit. Zugleich entsteht durch den Bootslack eine spiegelnde Oberfläche, die den Betrachter selbst zu einem Element des Bildes werden lässt. So wird in der Serie Selbstportraits″ die Betrachtung des „ Anderen″ im Bild zugleich zu einer Begegnung des Betrachters mit sich selbst.

Die Rauminstallation „Die Schuhe″ präsentiert Spuren des sozialen Netzwerks des Künstlers und stellt zugleich das „ Persönliche″ dem „ Unpersönlichen″ gegenüber. Im Zentrum der Installation stehen Schuhe, die von Bekannten des Künstlers getragen wurden. Jedes Schuhwerk verweist auf eine persönliche Geschichte und gewährt einen kleinen Einblick in die Welt der einzelnen TrägerInnen. Demgegenüber zeigen kleinformatige Lack- und Ölbilder an der Wand unterschiedliche Typen von Schuhen in pastosem Farbauftrag. Das Medium der Malerei repräsentiert hier das „ Unpersönliche″ und unterläuft somit gängige Vorstellungen von Malerei als Ausdruck des Persönlichen schlechthin.

Das Video Dodo″ dokumentiert Spuren einer Interaktion, die der Künstler selbst in Gang setzt, indem er gesellschaftlich dominante Spielregeln ändert. Auf der Insel La Réunion begibt er sich mit seinem Freund Dodo″ in ein Straßencafé, um Bier zu trinken. Eine Situation, auf die kein Passant reagiert hätte, läge da nicht eine Bibel auf dem Tisch. Eine kaum merkliche Inversion, die auf unspektakuläre Weise Grundlegendes offenlegen kann. (Quelle: Iwalewa-Haus, Bayreuth)


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