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Sammlungen Iwalewahaus
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Suchauftrag: Suchwort: Thom, Johan
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Bestand:
Systematik (Haupt):
Referenznr.:
Ausstellungen:
Institution:
Iwalewa-Haus, Universität Bayreuth
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Inhalt:
Der südafrikanische Künstler Johan Thom ist bekannt für seine rituellen Performances, seine Installationen und seine Videokunst. Zur gleichen Zeit selbstreferentiell und komplex, verspielt und ernst, wütend und poetisch, blutig und nüchtern, setzen sich seine Arbeiten über klare Definitionslinien der Gegenwartskunst hinweg. Eine Spur schwarzen Humors durchzieht die meisten seiner Werke und schafft ein verstörendes ästhetisches Feld, in dem Ambivalenz das bestimmende Motiv zu sein scheint. Der Einsatz des eigenen Körpers ist dabei zentral. In der Maske des Heiligen, Schamanen, Narr und Revolutionärs stürzt er sich kopfüber in den Malstrom aus Erfahrungen, Gedanken und Diskursen, welche sein Alltagsleben bestimmen.
Im Mittelpunkt der Bayreuther Ausstellung stehen großformatige Videoprojektionen und Installationen: Challenging Mud - after Kazuo Shiraga (2008), auf eine dünne Schicht Mehl auf dem Boden wird ein Video projiziert, das zeigt, wie der Künstler, den Körper mit Blattgold bedeckt, lebend begraben wird. Das Videotriptichon Theory of Displacement (2007/08) zeigt den Künstler geteert und gefedert im Wasser einer südafrikanischen Quelle treiben, deren Umgebung als Ursprung der Menschheit gilt. Im Video der Installation Blood Rites (2010) sieht man in extremer Nahaufnahme Gesicht und Hände des Künstlers, der sich nach und nach 50 individuell gravierte Rasierklingen in den Mund steckt, kaut und sie wieder ausspeit. Die Projektion erfolgt auf von der Decke hängende Schiffstaue.
Weitere Arbeiten (Performances und Videoarbeiten) werden in kleineren Formaten in einem dokumentarischen Ausstellungsteil vorgestellt; darunter Outpost 4 (2008), Terms of Endearment (2007), Bind/Ontbind (2002/03), Theory of Evolution (2006) und The Pencil Test (2003).

Abgerundet wird der Überblick durch den 2010 im Rahmen eines DFG-Forschungsprojekts zur Medienkunst vom Iwalewa-Haus produzierten Dokumentarfilm Terrorizing the Concept of Meaning - Conversations with Johan Thom (Thorolf Lipp und Tobias Wendl 2010), den wir im kleinen Kino im 1. OG zeigen. (Quelle: Iwalewa-Haus, Bayreuth)


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